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(Pana aktuell ab Yucatan)

Tag-315 immer weiter geradeaus

 

Schlecht geschlafen haben wir ...als Kunzi morgens um 3 Uhr rum vom Klo zurückkommt sieht sie Gestalten mit übergezogenen Kapuzen vom Eingang herkommen😮 ...eigentlich sollten ja 2 Securities hier sein.

Die gehen zum Klo und halten sich dort auf ...sehen tun wir sie erst mal nicht mehr. Aber irgendwann wieder hören. Ich seh einen rumlaufen ...kurz drauf die anderen 3 ...da ist min. eine Frau drunter und ein kleiner Hund dackelt hinterher. Man hört eine relativ laute Unterhaltung vom Klo ...also irgendwelche Verbrecher oder Chaotenvolk verhält sich so normalerweise nicht *hoff*.

Trotzdem suspekt jedenfalls. Höchstwahrscheinlich sind diese die Security. Durften wahrscheinlich extra wegen uns antreten und haben ihre Frauen/Freundinnen mitgenommen.

 

Wir schlafen doch nochmal ein und es bleibt auch friedlich ...bis ab 7 Uhr Arbeiter mit Motorsensen Lärm machen.

 

Kaffee, Frühstück ...und beide unzählige Male aufs Klo ...dann geht's weiter ...knapp 170 km nahezu immer geradeaus, wie mit dem Lineal gezogen bis Resistencia ...hier geht’s in einen Carrefour ...die Auswahl ist nicht schlecht aber z.B. kein Vergleich zu Carrefour in Frankreich. Hier sind auch noch diverse andere Läden mit drin, wie ein großer Schuhladen, Restaurant, Imbiss etc. pp.

 

Ich muss schon wieder auf Toilette und geh noch mal rein ...Ich verdrücke es mir dann doch lieber🙄 ...die Toiletten sind absolut unterirdisch ...kaputt, stinkend und verschissen🤮. So was Mieses habe ich schon lange nicht mehr gesehen👎

Und das bei so nem Laden ...unglaublich erbärmlich! Im Hipermaxi in La Paz in Bolivien ...nochmal: das ärmste Land in Südamerika! ...war dagegen alles sowas von Picobello. Keine Ahnung was hier schief läuft.

 

Wir fahren weiter über den Rio Paraná, dem nach dem Amazonas, mit knapp 2500 km zweitlängsten Fluss Südamerikas und durch die Nachbarstadt Corrientes.

 

Nicht weit hinter Corrientes geht's in Luis de Palmar auf den Municipal ...der liegt etwas außerhalb des Städtchens am Fluss Arroyo Riachuelo.

 

Hunde gibt’s in Argentinien wie Sand am mehr ...überall rennen immer welche rum und so auch hier auf dem Weg zum Platz. Eine Hündin fällt direkt auf mit einem halbabgerissenen Ohr und einer riesigen klaffenden Wunde am Kopf😮😢.

Das stimmt zumindest mich hier bereits bedenklich.

 

Wir kommen zum Platz und dieser ist teilweise durch Hochwasser überflutet. Ansonsten ist dieser ein absoluter Traum. Sauber, schön gerichtet, das Gras gemäht, Dusche (kalt bzw. lauwarm), Toiletten, Spielplatz, Pool, Grillstätten usw. und schön angelegt. Achja ...kosten tut er nichts!😃

 

Es wird ein Bierchen in der Sonne genossen und den teils lustig aussehenden Vögeln zugeschaut.

 

Dann wird argentinisches Res gegrillt. Hier gibt’s nur groß und größer in den Läden. Mit halben Sachen gibt man sich hier ...zumindest beim Fleisch ...nicht ab.

 

Wir sind gerade fertig, kommt eine Frau (die hat auch schon mit dem „Pförtner" das frischgemähte Gras zusammengerecht ...während sich der vermeintliche „Boss" hier nahezu regungslos in seinem Stuhl aufgehalten hat. Über Stunden! ...und nein der konnte laufen!) und bringt uns frittierte Küchlein mit Käsefüllung vorbei🙄 ...also ich bekomm nichts mehr runter, weil ich das Steak nahezu alleine essen musste …oder durfte😜 Kunzi waren zu viele Sehnen drin.

 

Kurz drauf taucht ein junger Mann mit dem „Pförtner" und vermutlich dessen Frau auf und bringen uns eine Art Pfannkuchen vorbei, der hier wohl traditionell ist. Der junge Mann kann gut Englisch (echt selten in Argentinien) und ist der „Tourismus-Direktor" der Stadt San Luis de Palmar. Er hat gehört, dass hier „dos Alemán" 😁 sind und kam deshalb her. Wir reden recht lange mit ihm. Währenddessen kommt die schwerverletzte Hündin ums Eck. Die Wunde ist so dermaßen übel, dass wir befürchten, dass sie ohne medizinische Hilfe dies nicht überleben wird. Nahuel ...der Tourismus-Direktor verspricht uns, dass sich um sie gekümmert wird und telefoniert auch gleich. In welcher Form geholfen wird wissen wir nicht.

 

Danach heißt es duschen und abliegen.

Hier geht ein kräftiger Wind und so bleiben die Temperaturen angenehm.

 

Die Nacht ist ruhig bis auf das permanente Hundegebell in der Ferne. Aber das gibt's in Südamerika eh überall.

 

Sibi am 06.05.2026

 

 

Route:

(Hintergrundkarte © OpenTopoMap (CC-BY-SA))