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(Pana aktuell ab Yucatan)

Tag-319 Nacional Parque Iberá

 

Wie immer gibt's die übliche Prozedur morgens. Um halb 11 Uhr geht's vor für die Bootstour. 120000 ARS kostet uns diese zu zweit ...das sind knapp 75,-EUR. Wir fahren mit Nathalie (oder kurz Nati), unserem Guide in ihrem Hilux zum kleinen Hafen. Hier geht's mit dem Boot los und keine Minute später sehen wir hier den ersten Kaiman (Caiman Yacare). Es gibt auch noch Breitmaul-Kaimane von denen wir aber keinen sehen. Die Kaimane bleiben nachts unter Wasser am Grund oder buddeln sich im Schlamm ein und tauchen nur auf, wenn die Sonne scheint und es warm genug ist. Es folgen unzählige weitere Kaimane, dazu Sumpfhirsche, Capybaras und viele Vogelarten.

 

Nati erklärt uns nahezu ununterbrochen den Park und seine Bewohner. Insgesamt 8 Portale gibt es. Die Abschnitte die zum Nationalpark gehören werden vom Iberá Provinzpark umschlossen und dieser wiederum von Schutzgebieten. In den Schutzgebieten wird Viehzucht und Holzwirtschaft betrieben. Insgesamt ist das Gebiet um die 25000 km2 groß und das größte zusammenhängende Schutzgebiet in Argentinien.

 

Alles Wasser hier ist Regenwasser das von Nord nach Süd sickert. Zuflüsse von außen gibt es keine. Der Sumpf wirkt hier wie ein Schwamm und reguliert und filtert auch das Wasser.

 

Über 360 Vogelarten soll's hier geben, wir sehen natürlich nur einen kleinen Teil davon. Auch Ameisenbären, Piranhas, Welse, Brüllaffen, Puma, Jaguare, Gürteltiere usw. usf. gibt es hier. Letztere hätten wir eigentlich sehen müssen, ist doch das ganze Campinggebäude von diesen unterhöhlt. Es werden bereits Wetten von den Rangern abgeschlossen, wann das Gebäude ein Stockwerk tiefer ist😁.

 

Vor 20 Jahren hätten wir vermutlich kaum ein Tier gesehen, da hier früher alles gejagt wurde was es zu jagen gab. Inzwischen sind die Tiere aber an die Menschen gewöhnt und wissen dass ihnen hier keine Gefahr mehr von diesen droht.

 

Nach 2 Stunden sind wir zurück. Man hätte auch mit unserem Aufblas-Kajak paddeln können, aber ohne einen Guide mit dabei ist dies nicht erlaubt.

 

Eine tolle Bootsfahrt und super Guide waren das jedenfalls.

 

Es gibt selbstgemachten Kartoffelsalat mit Bratwürstchen und das war's dann auch bald für heut.

 

Es kommt noch ein Pickup-Camper daher mit Familie (The Fire Family ...gibt nen YouTube-Kanal von diesen) und auch auf der anderen Seite steht noch ein Geländewagen einer Frau, die mit allerlei Säcken zu den Zeltplätzen auf ist.

 

Verdammt kalt wird's in der Nacht und morgens gibt's auch Nebelschwaden über dem Sumpf.

 

 

Sibi am 10. Mai