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(Pana aktuell ab Yucatan)

Tag-326 nach Uruguay

 

Sonne wird's heut so gut wie keine geben. Es hat zugezogen und sieht eher nach Regen aus. Packen ...noch MotoGP klotzen ...übles Rennen dank 2 böser Unfälle. Zum Glück gabs nur Verletzte, das hätte auch schlimmer ausgehen können.

 

Dann fahren wir los. Es geht zuerst nach Gualeguaychu (wer kann sowas aussprechen?🤔), der letzten großen Stadt vor unserem Grenzübertritt. Hier gibt’s SB-Waschboxen. Es gibt zwar normalerweise genug Autowäschen hier ...aber heut ist Sonntag und nahezu alle haben geschlossen. Um die 150 km sind es bis dahin. Die gehen durch die argentinische Pampa und wie immer meist recht eintönig geradeaus. Gualeguaychu ist ein Stadt die typisch argentinisch quadratisch, praktisch, gut aufgebaut ist (bzw. wie oft in den USA und Kanada). Die Waschbox hat auf. Für gar nicht mal so günstige 17000 ARS gibts ne Waschkarte. Immerhin ist der Reinschi und das Hängerle nun wieder sauber.

Danach nochmal 30 km bis zur Grenze. Die ganzen Grenzformalitäten finden auf der Uruguay-Seite hier statt.

 

Und so muss man erstmal über eine Brücke über den Rio Uruguay. Die kostet nochmal 13000 ARS Maut für uns.

Die Grenzstelle selbst ist recht groß aufgezogen ...dafür dass hier so gut wie nichts los ist. Es gibt viele Kabuffe für Aduana und Migracion. Nur wenige sind besetzt. Am ersten wird die Einreise gestempelt ...Ich dachte erst, dies ist die argentinische Migration weil auch gleichzeitig ein Mitarbeiter vom argentinischen Zoll kommt und das TIP einkassiert. Ich war auch im Glauben der kommt wieder, aber nein ...dem musste ich in dessen Hütte hinterher rennen um noch ein Foto vom TIP mit Ausfuhrstempel zumachen🙄 ...Wichtig!

 

Dann 3 Hütten weiter zum Zoll von Uruguay. Hier gibt’s ne kurze Kontrolle und in Käbbi und Hängerle wird ein Blick reingeworfen. Nach Lebensmittel hat keiner gefragt. Wir haben dies zwar vermutet aber sicher weiß man das halt vorher nicht. Wenn dann doch genauer kontrolliert wird und man wird erwischt drohen hohe Bußgelder. Zumindest laut Webseite des uruguayischen Zolls.

 

Wir bekommen noch das TIP für Uruguay und danach ist erst mal Argentinische Pesos in Uruguayische Peso (UYU) wechseln angesagt. 100 UYU sind so 2,20 EUR.

 

Die Beamten waren übrigens auch hier, wie eigentlich immer in Amerika, sehr freundlich.

 

Achja, bereits die letzten 3 Mautstellen auf argentinischer Seite waren nur noch elektronisch bezahlbar. Bzw. nur die letzte, bei den 2 davor ging für uns die Schranke einfach auf🤔😃. Bei der letzten nicht, dafür ging das Zahlen aber auch mit Debitkarte.

 

Auf uruguayischer Seite muss man entweder ein TAG holen oder kann sich auf der Seite Telepeaje.com.uy als Tourist unter „Pasa Turista" registrieren. Dann soll das Fahrzeug übers Kennzeichen erfasst werden. Auf der Seite kann man sich einloggen, dann entweder ein „Prepaid"-Konto aufladen, die offenen Beträge innerhalb 6 Tagen bezahlen oder gleich seine Kreditkarte hinterlegen.

 

Auch der Spedition soll ich ein „TAG" zusenden. Warum und nicht einfach nur einen Account frage ich per Mail an.

 

Wir fahren aber erst mal nach Fray Bentos. Das ist die Grenzstadt auf Uruguay-Seite. Hier geht's zum einkaufen ...wir haben ja so gut wie nüschd mehr zum Essen. Der Supermarkt ist schon mal gar nicht schlecht sortiert. Käse und Fleisch gibt’s aber nur an der Frischtheke. Und das Brot bleibt auch bescheidenes olles Weißbrot. Aber immerhin nicht süß!

 

Nachdem das erledigt ist geht's weiter nach Las Canas ...das liegt nur ein paar Kilometer weiter am Rio Uruguay. Groß weiterfahren macht auch kein Sinn mehr da der Nachmittag sich schon dem Ende zuneigt. Las Canas ist ein kleiner aber populärer Badeort in Uruguay. Der Ort besteht aus ein paar Häuser und viel Park mit unzähligen Grill-/Picknickplätzen, davon viele Abschnitte in denen man auch campen darf. Wir fahren über eine der beiden Zufahrten rein ...hier gibts eine „Administration" bei der aber niemand ist.

 

Wir sind erstmal im Norden des Ortes. So klar ist das für uns nicht hier und so haken wir an einem kleine Restaurant nach. Ja wir können hier tatsächlich campen, aber ist auch erstaunt das am Zugang niemand war. Also nochmal dorthin zurück und da kommt auch noch tatsächlich jemand. Superfreundlich (ich mag ja keine Superlativen aber hier triffts einfach zu)👍👍😃, erklärt uns alles, holt Karte von Las Canas und Flyer für ein Museum hier. Und will genau garnix dafür. In der Nebensaison muss man hier nichts bezahlen😃. Es gibt unzählige Toiletten-/Duschhäuser hier aber nur eines hat in der Nebensaison auch heiße Duschen. Er hat uns zwar erklärt welches, aber keine Ahnung wie wir dahin kommen. Der Park im Süden hat ein unglaublich verwinkeltes Wegenetz. Dazu hängen die Äste der Bäume weit herab. Wer ein großes Fahrzeug hat wird hier seine Schwierigkeiten bekommen. Auch wir streifen diverse Bäume.

 

Wir finden einen tollen Platz ...nahezu direkt am Strand einer kleinen Bucht. Es ist auch nicht ganz so bewachsen und duster wie im Großteil des Parks. Auch Starlink läuft hier einwandfrei. Und nur noch ein Auto mit einem Pärchen am Strand ist hier. Klasse ein ruhiger Platz ...denkste🙄 ...mit Einbruch der Dunkelheit kommen immer mehr Gestalten hier vorbeigelaufen. Von irgendwoher dröhnt Mukke daher. Es kommen ganze Gruppen mit Partyvolk vorbei. Da man nie weiß was die eventuell blödes veranstalten schlafen wir auch recht unruhig. Passiert ist aber nichts.

 

Kalt wird's auch ...schon tagsüber kamen wir kaum auf mehr als 13 Grad ...heut Nacht soll's auf 3 runtergehen *bibber* 🥶

 

Zum Essen gibt's Nudeln mit (bescheidener) Tomatensauce.

 

Dann noch ein bisschen Video glotzen und das war's dann auch.

 

Sibi am 17.Mai und dem ersten Tag in Uruguay.

 

Kurzes Fazit zu Argentinien: Also eigentlich können wir zu Argentinien nichts groß sagen ...wir haben ja nur einen Bruchteil davon im Norden gesehen. In der Andenregion war es sehr schön, Chaco und Pampa werden aber dann recht langweilig. Auch geht's dort fast immer nur schnurgeradeaus. Dass man beim Fahren nicht einschläft ist nur den vielen Schlaglöchern und den üblen Straßen mit tiefen Spurrillen zu verdanken🙄. Eins können die Argentinier nämlich überhaupt nicht ...Straßenbau! Ansonsten sieht Argentinien ziemlich sauber und gepflegt aus (Ausnahmen gibt's auch hier). Neben den Straßen ist immer gemäht. Die Städte sind wie in Nordamerika quadratisch aufgebaut mit so gut wie immer breiten Straßen an denen man auch mal parken kann. Man merkt dass die Menschen hier wohlhabender sind. Die Menschen sind auffallend freundlich. Egal wo wir sind werden wir immer gegrüßt. Insgesamt wirkt das Land, zumindest der Teil den wir gesehen haben wie ne gute Mischung aus Nord- und Südamerika. Weniger schön sind dafür die vielen Hunde immer und überall.

 

(das Frühstück fällt mager aus🙄)

 

Route:

(Hintergrundkarte © OpenTopoMap (CC-BY-SA))