Aktuelles

(Pana aktuell ab Yucatan)

Tag-334 Fahrzeugabgabe

 

Der Wecker klingelt um 5:35 Uhr ...genauso wie in ein paar Tagen wieder regelmäßig *örgs*kotz*würg*🙁.

 

Das „Frühstück" beschränkt sich auf eine Coke und 2 Mini-Croissants.

Die Käbbi wird nochmal aufgeheizt und dann gelüftet ...richtig trocken bekommen wir sie aber nicht. Kurz nach 7 Uhr fahren wir auf und davon. Die anderen Camper hier schlafen noch. So 73 km sind's bis zum Hafen in Montevideo. 3 Stunden sollten da locker reichen ...tatsächlich ist es bereits 20 Minuten vor 10 Uhr bis wir einen Parkplatz dort haben ...in einer Zufahrt zum Hafen im Parkverbot🙄

 

Davor waren wir noch tanken und hier gab’s auch Frühstück und Kaffee ...beim Kaffee lief was schief ...der ist süß🤮

Bis vor Montevideo lief es noch flott ...durch geht’s nur zäh mit viel Stop-and-Go.

 

Am Hafen beim ANP-Kabuff am Eingang Yacare bekommt man einen Zugangspass für sich und das Fahrzeug. Allerdings nur wenn man durch die Agentur bereits im System hinterlegt ist. Und genau das bin ich nicht🙁. Also Agentur per WhatsApp kontaktieren. Um 10 Uhr sind dann tatsächlich meine Daten im System und ich bekomm für mich und das Fahrzeug ein Zugangsticket ausgedruckt. Ich bin das Tamtam mit Fahrzeug und Anhänger ja schon gewohnt und passe deshalb gleich auf,  was die Dame in ihren Computer tackert ...tatsächlich trägt sie erst mal das falsche Kennzeichen ein.

 

Da wir erst um 14 Uhr den Abgabetermin haben, fahren wir an der Uferpromenade Richtung Leuchtturm. Die Promenade ist sehr breit und echt hübsch. Es gibt auch einige Sandstrände und auch mit Dünen. An einem Strand gehen wir nochmal Kaffee trinken in einen McCafe und dann geht's weiter zum Leuchtturm Faro de Punta Carretas. Hier könnte man auch mit dem Camper kostenfrei übernachten. Davor gab’s bereits eine große Parkanlage.

Am Leuchtturm klappen wir nochmal eine Weile das Dach hoch zum trocknen der Zeltplane.

(letztes Bild ...Ratatöskr aus Schweden und Kong Olaf aus Norwegen sind die Wachhunde!)

 

Dann ist auch bald nach 12 Uhr und es geht erst mal zum Hotel zum einchecken und das Gepäck, welches wir mit ins Flugzeug nehmen, aufs Zimmer bringen. Weiter geht's und wir tuckern Richtung Hafen zum Nordeingang. Auf nem staubigen Platz vor dem Eingang wird auf den Mitarbeiter der Agentur gewartet. Ein LKW nach dem anderen fährt hier rein und was für Kisten teilweise🙄.

Es kommt noch ein brasilianisches Wohnmobil auf Iveco 4x4 Basis daher.

 

Dann geht es mit Ramon von der Agentur los ...auf Odyssee durch den Hafen🙄

Kunzi darf wieder erwarten mit ...auch ohne Ausweis. Ramon hat kurz mit den Mitarbeitern des Hafens am Einlass geredet und die Sache war geklärt. Das ist auch gut so, zieht sich das ganze Prozedere doch 3,5 Stunden hin🙄.

 

Wir fahren immer hinter Ramon her ...es geht zur ersten Stelle ...es wird etwas bearbeitet, dann geht es zur zweiten Stelle aber bevor wir dorthin kommen dürfen wir erst noch warten. Ein Zug fährt quer durchs Hafengelände ...also fahren ist übertrieben ...Schritttempo passt eher. Auf der Lok ist unter anderem ein DB-Logo drauf😮. Das gibt's doch gar nicht ...die DB hält uns bereits auf, bevor wir zurück sind aus Amerika😠!!11!

 

Beim nächsten Kabuff dauert es wieder ewig. Dann geht’s zwischen 10000 LKWs nahezu durch den ganzen Hafen zum Zoll ...wieder ist lange warten angesagt.

 

Zwischenzeitlich haben wir uns mit dem Brasilianer unterhalten. Der kann gut Englisch. Bei uns endet die Reise, bei ihnen beginnt sie. Sie (Frau blieb im Hotel) verschiffen nach Antwerpen und machen eine 1-jährige Europarunde. Die Frachtkosten sind niedriger bei ihm als bei uns, obwohl das Ding riesig wirkt. Aber er ist halt kürzer als wir mit Hänger und auf der Verschiffung hier berechnen sich die Frachtkosten nach Länge und nicht nach Volumen.

 

Ramon kommt raus ...wir müssen durch den Scanner ...der ist am Eingang zum Hafen im Norden😮🙄.

Wir weisen Ramon schon mal darauf hin, dass wir bereits auf Reserve rumfahren😜

Es geht also den ganzen Weg wieder zurück zum Eingang und reihen uns in die Schlangen vor den Scannern ein. Alles in Ordnung und der nette Mitarbeiter der den Scanner bedient war auch echt interessiert an unserer Reise🙂.

 

Wir fahren wieder zum Zoll. Und warten wieder ...Ramon kommt raus mit einem Zollbeamten im Schlepptau. Ein zweiter Beamte gesellt sich noch hinzu. Zuerst ist unser Brasilianer dran...alles öffnen ...auch alle Staufächer😮 Ach neeeee ...👎😠. Es kommt natürlich auch bei uns so ...ok, nicht ganz ...man gibt sich mit einem Blick in den Anhänger und in die Käbbi zufrieden.

Wir fahren noch weiter nach Süden zu ner Zollstelle beim Kreuzfahrtterminal. Hier wird mein TIP gecancelt. Der Reinschi mit Hängerle ist damit offiziell ausgeführt. Alles wieder zurück zum Eingang im Norden wo auch das Fahrzeugdepot ist.

 

Das ist schon ziemlich voll aber man bringt uns noch ohne große Rangieraktionen unter. Wieder müssen wir alles aufmachen und es wird von den Depotmitarbeitern Fotos vom Inhalt und Fahrzeug gemacht. Das war's dann auch tatsächlich. Alle Schlüssel müssen wir hier lassen. Bevor das Fahrzeug in über einer Woche aufs Schiff geht wird es vom Zoll nochmal alles gescannt und kontrolliert🙄

 

Wir fahren mit Ramon noch ein letztes Mal durch den Hafen und am Eingang Yacare, wo ich in der Früh die Zugangstickets geholt hab, raus aus dem Hafen. Inzwischen ist kurz vor 18 Uhr. Wir haben locker 10 Kilometer im Hafen verfahren. Das war die aufwändigste Abgabe hier auf der Reise.

 

Mit nem Uber-Taxi geht’s zum Hotel zurück. Der Brasilianer kommt mit uns ...auch er ist in einem Ibis ...allerdings im Stadtteil Rambla und wir in Biaritz.

 

Wir gehen noch ins „Chez Piñeiro" keine 100 m neben dem Hotel. Das ist eine Chiviteria und Pizzeria. Chivitos sind ein äußerst beliebtes uruguayisches Nationalgericht. Das sind riesige Sandwiches meist mit Steak, Mozzarella, Speck, Tomaten und Spiegelei. Wir hatten aber gerade bereits genug Steak und so gibt’s bei uns Pizza. Ich nem ne Pizzetta Siciliana (4 Käse mit Tomaten), Kunzi eine kleine mit Pilzen. Kunzi ihre ist ok aber meine ist mal richtig fett *yeah*😜. An der Käsemenge mangelt es weiß Gott nicht und es ist auch richtig viel Gorgonzola verteilt. Noch fetter ist aber der Teller mit Chivito und Pommes der am Nachbartisch der besseren Hälfte eines Paares serviert wird ...der halbierte Chivito ist so hoch, dass nicht nur wir uns fragen wie man den essen soll … dazu gibt’s noch ne gigantische Portion Pommes … der Frau steht der Schock ins Gesicht geschrieben, während er sich vor Lachen kaum noch einkriegt.

 Verhungern muss man in diesem Restaurant jedenfalls nicht. Volle Empfehlung von uns! Das sehen auch andere so …die Hütte ist voll und die Gäste müssen zeitweise anstehen um einem Platz zu bekommen.

 

Zurück im Hotel wird sich auf dem Kingsize-Bett ausgebreitet und zu Video auf dem Tablett langsam eingeschlummert (im TV gab es leider so gut wie nur spanisch-sprachige Kanäle und kein Netflix etc.)

 

Sibi am  25. Mai im Jahre Zwanzigsechsundzwanzig und unserer (vorläufig hoff ich doch!) letzten Nacht auf amerikanischen Boden.

 

Route:

(Hintergrundkarte © OpenStreetMap)