Tag-93 zum Crater Lake National Park

 

Eigentlich wollten wir ja heute früh noch einen Trail durch die Dünen laufen ...aber es regnet. Und immer wenn einer von uns einen Fuß vor die Kabine setzt, scheint Petrus noch etwas draufzulegen. Er ist und bleibt halt ein Ar...h🙄

 

Nach dem Frühstück wird zusammengepackt und es geht auf dem Highway 126 in Richtung Eugene.

Anfangs schön am Siuslaw River lang an dem einige RV Parks mit eigenem Hafen liegen. So ist auf dem Fluß auch richtig was los. Die Angler und Hobbyfischer lassen sich durch das Sauwetter jedenfalls nicht abschrecken.

 

Bei Mapelton verlässt der Hwy 126 den Fluß und es wird immer waldiger und düsterer. Der Urwald hat uns wieder. Am Weg sind einige öffentliche Campingplätze und auch wenn diese Namen wie „Sunset Cove" tragen liegen die doch immer im dunklen Wald.

 

In Eugene, einer wenig interessanten Großstadt, gehen wir nochmal einkaufen ...dann geht's weiter auf dem State Highway 58 Richtung Südost. Das Wetter wird zwischendrin sogar mal ganz gut und die Sonne scheint.

 

Kurz drauf geht's wieder 2-mal ab und dann auf den Crater Lake North Highway. Es folgt der Eingang zum National Park ...in der USA wird tatsächlich immer der Pass (in unserem Fall der „America the Beautiful"-Pass) und die ID (z.B. Führerschein oder Personalausweis) verglichen. Leider hat uns ab hier auch das scheiß Wetter wieder und es regnet als es wir die Straße zum westlichen Kraterrand hochkriechen. Es geht bis in 2400m und die Temperaturen sinken auf 7 Grad🥶. Der Ausblick bleibt bescheiden ...auch in den Krater🙁. Wir beschließen auf den einzigen Camping im NP zu gehen. Der ist groß und so sollte ein Platz kein Problem sein ...tja ...wie bereits erwähnt ist Petrus ein Ars..😡, der hat so viel Wasser vom Himmel geschickt, dass Teile des Campings unter Wasser stehen und keine weiteren Camper mehr aufgenommen werden🙁 ...man gibt uns den Tip außerhalb des National Parks gäb es „Snow Camps" die zumindest immer mit Plumpsklo ausgestattet sind. Die kosten übrigens nur im Winter und sind im Sommer frei. Wir fahren nach Westen ...x km später sind wir aus dem National Park und stattdessen im National Forrest ...Es folgt auch gleich das erste „Snow Camp" ...ein großer Parkplatz an der Straße ...Hmm ...direkt hinter dem Parkplatz sind nicht nur die Plumpsklos sondern auch mehrere Gebäude (eins ist ein Halle, eins sieht wie ein Aufenthaltsgebäude aus usw.) ....allerdings keine Stellplätze ...bis auf einen neben den Toiletten. Wir beschließen da drauf zu fahren aber sehen am Zuweg am Schild tatsächlich noch eine ...Überwachungs-Kamera🙄 ...ok dann halt nicht🙁

 

Ein Blick ins Navi zeigt einen weiteren Platz in nur 3,1 km Luftlinie an ...Platz für 25 RV's steht in der Beschreibung ...und Kostenlos und mit Plumpsklos ...na bitte das wär doch was.

Es geht direkt beim „Snow Camp" ab über einen Weg namens „N-Spur"? ...komischer Name *grübel* ...bereits an der Zufahrt steht ein Schild nur für OHV (Off-Highway-Vehicle). Der Weg geht auch sofort in Piste über ...irgendwas über 6 km sind‘s wirklich ...steil hoch und steil runter. Es beginnt auch wieder zu schütten und Sturzbäche rennen die Piste runter ...Kunzi stirbt dabei wie immer den Heldentod ...am Schluss stehen wir auf ...öhm ...keine Ahnung was ...auf einer Lichtung im Urwald gehen ein paar Wegchen zwischen einzeln Bäumen im Kreis rum. Neben einem umgebrochen riesigen dickem Baum (glaub die heißen Giant Redwood) steht ein ToiToiDixi. Das ist nicht nur voll bis obenhin sondern auch verstaubt. Wann das wohl zum letzen Mal benutzt wurde?

Wir sind auch nicht allein ...ein paar Kühe gibt’s hier (mit rumtollenden Kälbchen😍) sowie Rehe ...die sich auch gar nicht von uns beeindrucken lassen.

Auch wenn Kunzi schwere Bedenken hat bleiben wir ...Starlink funktioniert wenigstens hier ordentlich.

 

Es gibt Essen aus dem Omnia (wie immer super ...das Ding ist Gold wert) und dann gehts auch langsam ins Bett. Vorher wird allerdings noch die Wildlifekamera aufgebaut.

 

Nochmal draußen pinkel ...das ist ein bisschen unheimlich wenn sich vor dir zwei Augen um Dunkeln von links nach rechts bewegen und dich beobachten😮 (denke das war ein Fuchs oder sowas)

 

Ich wach zum erstenmal um 1 Uhr an irgendwelchen Geräuschen um uns auf. Die Wildlifekamera (die es bis dahin, seid wir sie haben, auf 50 Aufnahmen gebracht hat) steht am Morgen bei über 100 Aufnahmen😮

Die ganzen Nacht waren wir von Rehen umringt🥰👍😍❤️

 

Sibi